meta data for this page
gruppe327
Anmerkung: Manche Bilder wurden automatisch gedreht.
Theorie
Aufgabe Kreisfrequenz und rücktreibenes Drehmoment
Für die Kreisfrequenz gilt allgemein ω=2πT. Also ist die Periodendauer T=2πω. Nun ist ω=√DRI, weshalb wir für die Periodendauer folgendes erhalten: T=2π⋅√IDR. Das rücktreibene Drehmoment ergibt sich aus DR=π2G⋅r4L, wobei G das Torsionsmodul des Materials ist, r der Radius des Drahtes und L die Länge des Drahtes. Wir wollen mittels einer kleinen Rechnung den Einfluss von dem Radius betrachten, da dieser mit der vierten Potenz eingeht. Hierzu wählen wir L=1m, G=100GPa und für die Radien einmal r1=0,001m und einmal r2=0,005m. Dann ergibt sich für das rücktreibene Drehmoment einmal DR,r1=π2⋅10−1Nm und einmal DR,r2=π2⋅62,5Nm. Man kann also bei einem kleinen Unterschied im Radius einen ernormen Effekt beobachten.
Aufgabe 1
Um zu überprüfen, welche Anfangswerte auf die Lösung φ(t)=φ0cosωt;ω=√DRI führen, betrachten wir zu erst die DGL I¨φ=−DRφ. Dabei handelt es sich um eine homogene gewöhnliche Differentialgleichung (DGL) der 2. Ordnung, die uns an die des harmonischen Oszillators bzw. an die DGL des Federpendels erinnert. Daher wissen wir, dass die Lösung dieser DGL allgemein von der Form φ(t)=Acosωt+Bsinωt und ω=√DRI sein muss. Wir wollen uns nun die Anfangswerte überlegen. Zum Startpunkt t=0 hat das Drehpendel eine Startauslenkung φ0. Daher sollte einer der Anfangswerte φ(0)=φ0 sein. Weiterhin hat das Pendel bei dem Zeitpunkt t=0 keine Geschwindigkeit. Daher sollte für die zweite Anfangsbedingung gelten ˙φ(0)=0. Dies wollen wir nun überprüfen, indem wir die Anfangswerte einsetzen. Dazu benötigen wir erst die erste zeitliche Ableitung von φ(t). Sie lautet: ˙φ(t)=−Aωsinωt+Bωcosωt. Damit ergibt sich: φ(0)=Acos(0)+Bsin(0)=A!=φ0⇒A=φ0˙φ(0)=−Aωsin(0)+Bωcos(0)=Bω!=0⇒B=0 Damit ergibt erhalten wir φ(t)=φ0cosωt, was genau die Lösung (3) der DGL ist. Das heißt es führen die Anfangswerte φ(0)=φ0 und ˙φ(0)=0 zur Lösung (3).
Aufgabe 2
Wir wollen nun die Einheiten von D,DR,I und φ betrachten. Da D ein Drehmoment ist wird dieses in der Einheit Nm gemessen (also [D]=Nm). I ist ein Trägheitsmoment, also ist die Einheit [I]=kg⋅m2. Da φ ein Winkel ist, ist seine Einheit entweder ∘ oder im Bogenmaß rad. Für DR gilt die Beziehung DR=−Dφ. Daher ist die Einheit [DR]=Nmrad bzw. [DR]=Nm∘.
Aufgabe 3
Wir wollen nun die Gl. (3) in Gl.(2) des Begleitmaterials einsetzen, um so die Beziehung für ω zu beweisen. Man erhält: I⋅d2dt2(φ0cosωt)=−DR⋅φ0cosωt⇔I⋅φ0⋅(−ω2)cosωt=−DR⋅φ0cosωt⇔I⋅ω2=DR⇔ω2=DRI⇒ω=√DRI Damit haben wir die Beziehung für ω bewiesen und es gilt ω=√DRI.
Aufgabe 4
Das Drehmoment M ließe sich expermientell über die Beziehung M=I⋅˙ω bestimmen. Hierbei ist I das Trägheitsmoment und ˙ω die Winkelbeschleunigung. Die Winkelbeschleunigung kann mittels ¨φ(t)=φ0⋅(−ω2)⋅cos(ωt)=−φ0⋅DRIcos(√DRIt) bestimmt werden, wobei DR und I ebenfalls experimentell bestimmt werden können. Wenn man nun für t die Periodendauder verwendet, erhält man die Winkelgeschwindigkeit am Ende einer Periode, womit man das Drehmoment am Ende einer Periode bestimmen kann.
Aufgabe 5
Das Drehmoment ist vergleichbar mit der Kraft, nur dass hier eine Drehbewegung anstatt einer geradlinigen Bewegung stattfindet. Damit können wir Rückschlüsse auf die Arbeit schließen. Für die Kraft gilt W=∫→F(→s)⋅d→s. Nun haben wir hier aber einen Winkel anstatt einer geradlinigen Bewegung. Das heißt, es wird eine Arbeit verrichtet, wenn zwischen zwei Winkeln ein konstantes Drehmoment wirkt. Das heißt, es gilt W=∫→D⋅d→φ. Dann erhalten wir die Beziehung dW=Ddφ für die Arbeit. Die Rotationsenergie ist 12I˙φ2. Es ist alsoDdφ=12I˙φ2 als Änderung an Rotationsenergie. Damit ergibt sich: Ddφ=12I˙φ2|:dt⇔D˙φ=12I⋅ddt(˙φ2)⇔D˙φ=12I⋅2⋅˙φ¨φ⇔D=I⋅¨φ Mit D=−DR⋅φ erhalten wir die Beziehung aus Gleichung 2 vom Begleitmaterial.
Aufgabe 6
Der Steinersche Satz lautet: IB=IS+a2M. Dabei ist IS das Trägheitsmoment um die Rotationsachse, die durch den Schwerpunkt des Körpers geht. IB ist die Rotationsachse, die parallel zu IS liegt. a ist die Entfernung zwischen den beiden Achsen und M ist die Gesamtmasse des Körpers. Bei unserem Verusch benötigen wir den Steinerschen Satz aber nicht, da wir die Hauptträgheitsachsen nutzen.
Experimente
Aufbau
Trägheitsmoment des Stabes
I=14mR2+112ml2 Gemessen haben wir: l=(15,7±0,1)cm=(0,157±0,001)mR=(3,05±0,05)mm=(305±5)⋅10−5mm=(34±0,5)g=(0,034±0,0005)kg Das ergibt: ⇒I=140,034kg(305⋅10−5m)2+1120,034kg(0,157m)2=6,99⋅10−5kgm2u(I)=√((∂I∂m)⋅u(m))2+((∂I∂l)⋅u(m))2+((∂I∂l)⋅u(m))2=√((14R2+112l2)⋅u(m))2+(12mR⋅u(l))2+(16ml⋅u(R))2=√((14(305⋅10−5m)2+112(0,157m)2)⋅0,0005kg)2¯+(120,034kg⋅305⋅10−5m⋅0,001m)2+(160,034kg⋅0,157m⋅5⋅10−5m)2=10⋅10−7kgm2
Messwerte
Gemessen mit einer Schieblehre: Durchmesser des Drahtes =(0,7±0,1)mm
Messwerte zum Torsionsmodul des Drahtes für die Metallstange
Die Unsicherheit der Länge ist u(L)=2mm. Für die Unsicherheit der Periodendauer siehe den Abschnitt zu Unsicherheiten hier im Wiki.
L in cm | T5 in s | T in s |
---|---|---|
15,2 | 9,62 | 1,92 |
20,0 | 10,26 | 2,05 |
25,3 | 11,61 | 2,32 |
32,0 | 13,03 | 2,61 |
34,8 | 13,19 | 2,64 |
40,2 | 14,14 | 2,83 |
44,0 | 14,89 | 2,98 |
48,8 | 15,21 | 3,04 |
51,0 | 15,83 | 3,17 |
58,0 | 17,16 | 3,43 |
Unsicherheiten
Unsicherheit für die Zeitmessung bei Person1
Programm für die Unsicheit (läuft nur auf Windows):
- Schrecksekunde.cpp
#include <Windows.h> #include <chrono> #include <fstream> #include <iostream> #include <pthread.h> #include <stdlib.h> #include <string> #include <vector> #include <iomanip> std::chrono::steady_clock::time_point keyTime; std::vector<double> deltaTimes; bool spacePressed = false; //function for writing a string to a csv file int writeTextToCsv(std::string text, std::string filename) { std::ofstream fileStream; fileStream.open(filename + ".csv"); fileStream << text; fileStream.close(); return 0; } //saves the time in a global variable when the space bar is pressed void *keyPressedTime(void *) { while (!(GetKeyState(VK_SPACE) & 0x8000)) { Sleep(1); } spacePressed = true; keyTime = std::chrono::steady_clock::now(); return 0; } int main() { std::cout << "Try to hit 'space' when '5' is showing, the output will be written in a csv file\nit will now run ten times" << std::endl; //the pc time measure systematic error std::chrono::steady_clock::time_point pcTimeBegin = std::chrono::steady_clock::now(); std::chrono::steady_clock::time_point pcTimEnd = std::chrono::steady_clock::now(); int pcTimeDiff = std::chrono::duration_cast<std::chrono::microseconds>(pcTimEnd - pcTimeBegin).count(); pthread_t keyThread; for (int i = 0; i < 10; i++) { Sleep(1000); std::cout << std::endl; spacePressed = false; //start time measure for space press pthread_create(&keyThread, NULL, &keyPressedTime, NULL); std::chrono::steady_clock::time_point begin; //counter for (int num = 1; num <= 1000; num++) { Sleep(10); std::cout << "\r" << std::setprecision(2) << std::fixed << num / 100.0; if (num == 500) { //reference time point begin = std::chrono::steady_clock::now(); } if (num >= 500 && spacePressed) { break; } } //wait till space pressed void *status; pthread_join(keyThread, &status); //calculate time diff double deltaTime = (std::chrono::duration_cast<std::chrono::microseconds>(keyTime - begin).count() - pcTimeDiff) * 1.0e-6; deltaTimes.push_back(deltaTime); std::cout << "\r" << 5 + deltaTime << std::endl; //printout time diff std::cout << "Time difference = " << deltaTime << " s" << std::endl; } //output writing std::string deltaTimesStr = "reaction times in s\tmean absolute reaction time in s\n"; for (int i = 0; i < deltaTimes.size(); i++) { deltaTimesStr += std::to_string(deltaTimes[i]); if (i == 0) { deltaTimesStr += "\t"; double sum = 0; for (auto data : deltaTimes) { sum += abs(data); } deltaTimesStr += std::to_string(sum / deltaTimes.size()); } deltaTimesStr += "\n"; } writeTextToCsv(deltaTimesStr, "reaction_times"); return 0; }
Die Zeiten sind jeweils die Differenz zu 5s.
reaction times in s |
---|
0.083093 |
0.051097 |
0.495546 |
-0.103990 |
0.066115 |
0.020986 |
0.252353 |
0.217290 |
-0.103093 |
0.183252 |
Aus den Mittelwerten der Absolutwerte ergibt sich hier also eine Unsicherheit von u(T5)=0,16 s. Damit erhalten wir eine Unsicherheit von u(T)=0,03 s.
Verschiedene Aufhängungen
Im folgenden haben wir verschiedene Aufhängungen versucht und dabei Videos aufgenommen um ihr Drehverhalten zu überprüfen. Zuerst einmal das Video, in dem wir die Gitarrensaite verwendet haben. Die Saite, die hier verwendet wurde, ist nicht die Saite, welche zum Messen verwendet wurde. Sie dient lediglich zur Veranschaulichung: Als nächstes haben wir einen dickeren Bindfaden verwendet. Beim ersten Video haben wir eine Startauslenkung angenommen: Hier wurde wieder der dickere Bindfaden verwendet, nur das wir statt einer Startauslenkung dem Stab einen Impuls gegeben. Nun haben wir einen dünnen Bindfaden verwendet. Hier mit einer Startauslenkung: Hier wieder mit einem Startimpuls: Als nächstes haben wir ein paar Gummibänder zerschnitten und diese zusammengeknotet und diese dann als Aufhängung verwendet. Hier mit einer Startauslenkung: Als letztes haben wir einen Schnürsenkel ausprobiert. Wieder mit einer Startauslenkung.
Näheres dazu im Bericht im Kapitel “Variation der Aufhängung”.
Verschiedene Geometrien
Kugel
Umfang=(18,5±0,3)cm, Masse=(7±0,5)g
Bei L=(42±0,5)cm wurde T5=3,19s gemessen. Die Kugel ist leicht, der Draht war nicht ganz straff.
Quader
Höhe=2,47cm±0,1mm, Breite=11,8cm±1mm, Tiefe=18,1cm±1mm, Masse=(294±0,5)g. Höhe, Breite und Tiefe bezogen darauf, dass das Buch Plan auf dem Tisch liegt (im Bild anders).
Bei einer Drahtlänge von (43±0,5)cm wurde für fünf Perioden eine Dauer von 58,95s gemessen.
Kugel mit Wasser gefüllt