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d_optikundatomphysik:beugung [21 December 2016 10:43] – TITEL fabian | d_optikundatomphysik:beugung [21 October 2020 20:12] (current) – ↷ Links adapted because of a move operation knaak@iqo.uni-hannover.de | ||
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====== Brechung von Licht ====== | ====== Brechung von Licht ====== | ||
- | Dieser Artikel beschreibt die Brechung | + | Dieser Artikel beschreibt die Brechung von Licht, die nur mithilfe der Wellennatur ([[d_optikundatomphysik: |
===== Brechung ===== | ===== Brechung ===== | ||
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Ein einfache klassische Vorstellung von einer elektromagnetischen Welle in einem Medium kann man sich anhand des allseits bekannten Modells des harmonischen Oszillator bilden. Wir wollen nicht viele Formel über die Schwingungen von Elektronen herleiten (dazu sei verwiesen auf Demtroeder Band 2, siehe unten), sondern nur kurz eine Erklärung für die langsamere Geschwindigkeit der Welle im Medium. | Ein einfache klassische Vorstellung von einer elektromagnetischen Welle in einem Medium kann man sich anhand des allseits bekannten Modells des harmonischen Oszillator bilden. Wir wollen nicht viele Formel über die Schwingungen von Elektronen herleiten (dazu sei verwiesen auf Demtroeder Band 2, siehe unten), sondern nur kurz eine Erklärung für die langsamere Geschwindigkeit der Welle im Medium. | ||
- | Tritt eine elektromagnetische Welle in ein Medium ein, so regt sie die dort vorhandenen Elektronen [[c_elehre: | + | Tritt eine elektromagnetische Welle in ein Medium ein, so regt sie die dort vorhandenen Elektronen [[archiv: |
Schwingende Ladungsträger erzeugen ihrerseits wiederum eine elektromagnetische Welle. Durch die Überlagerung der ursprünglichen Welle (Primärwelle) und der im Medium durch die Elektronen entstehenden Welle (Sekundärwelle) entsteht eine neue Welle, die aufgrund der hinterherhinkenden Sekundärwelle natürlich langsamer sein muss, als die ursprüngliche Primärwelle im Vakuum war. Also ist klar, dass in einem Medium die Welle langsamer sein muss (siehe GIF). | Schwingende Ladungsträger erzeugen ihrerseits wiederum eine elektromagnetische Welle. Durch die Überlagerung der ursprünglichen Welle (Primärwelle) und der im Medium durch die Elektronen entstehenden Welle (Sekundärwelle) entsteht eine neue Welle, die aufgrund der hinterherhinkenden Sekundärwelle natürlich langsamer sein muss, als die ursprüngliche Primärwelle im Vakuum war. Also ist klar, dass in einem Medium die Welle langsamer sein muss (siehe GIF). | ||
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Mit $i$ als imaginäre Einheit ($i^2=-1$) mal einer komplexen Zahl. Die komplexe Darstellung wird benötigt, wenn man sich mit dem Absorptionsverhalten eines Materials beschäftigen möchte und ist für das Verständnis von Beugung und Brechung nicht zwangläufig notwendig - sie sei daher hier nur erwähnt. | Mit $i$ als imaginäre Einheit ($i^2=-1$) mal einer komplexen Zahl. Die komplexe Darstellung wird benötigt, wenn man sich mit dem Absorptionsverhalten eines Materials beschäftigen möchte und ist für das Verständnis von Beugung und Brechung nicht zwangläufig notwendig - sie sei daher hier nur erwähnt. | ||
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- | ===== Beugung ===== | ||
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- | Die **Beugung** ist ein Phänomen, das nicht mehr mit der [[d_optikundatomphysik: | ||
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- | Warum aber erreicht die geometrischen Optik hier ihre Grenzen? | ||
- | Stellt Euch vor, Ihr schaltet bei geöffneter Zimmertür das Licht in diesem Zimmer an und in dem hinter der Tür liegende Zimmer ist es dunkel. | ||
- | Wenn wir nun das Licht als Strahl betrachten und uns Pfeile denken, die den Weg des Lichts durch die Tür darstellen, dann dürfte nur genau der Bereich hinter der Tür hell sein, den die **geraden** Pfeile erreichen. | ||
- | Doch genau das passiert nicht, denn auch seitlich der Tür breitet sich das Licht aus. Deshalb reicht die geometrische Optik für diesen Effekt nicht aus. | ||
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- | Also erklären wir die Beugung mit der Wellenoptik: | ||
- | Das Licht trifft auf die Tür, welche ein Hindernis darstellt. An diesem Hindernis wird die Welle abgelenkt und es entstehen nach dem [[d_optikundatomphysik: | ||
- | Dadurch kann das Licht auch in die Bereiche kommen, die durch [[d_optikundatomphysik: | ||
- | Außerdem kann es durch Überlagerung dieser neuen Elementarwellen zu [[d_optikundatomphysik: | ||
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